10.6.18

Hilfeaufruf für eine gute Freundin

Bei Neuschnee auf den Bergen im Juni melde ich mich an dieser Stelle mit einem Hilfeaufruf für meine gute Freundin Heidi, die LeserInnen meines Buchs ein Begriff sein wird. Am 20. April ist ihr Haus abgebrannt. Zum Glück ist niemand verletzt worden.

Heidi ist ein wunderbarer, starker und sehr positiv eingestellter Mensch, aber sein Haus und all die unersätzlichen Dinge von sentimentalem Wert darin an ein Feuer zu verlieren ist hart. Es wäre toll, wenn ihr die Kampagne auf Facebook und Twitter teilen würdet, falls ihr könnt.



7.3.18

Schneeskulpturen

Wind- und schneegeschaffene Wellen, Dünen, Canyons und Bergketten auf dem See:





11.2.18

Man weiß, dass es kalt war





… wenn sich -27°C so mild anfühlt, dass man nicht nur die Jacke, sondern auch das Hoodie aufmachen und sich die Handschuhe ausziehen muss, weil es einfach viel zu warm ist.



 
Ein etwas gruseliges Bild? Ach was. Das täuscht.


Der Januar in unserer Gegend ist immer ein ruhiger Monat. Die Tiere halten sich alle in ihrem Mittwinterrevier auf, das unser Grundstück nicht mit einzuschließen scheint. Es ist auch endlich mal ein schön kalter Winter geworden. Ich freue mich immer über die Kälteperioden, in denen sich jede kleine Arbeit wie ein monumentales Erfolgserlebnis anfühlt: den Brennholzvorrat für den Tag hacken, während die Finger und Zehen dabei zu ähnlicher Konsistenz wie gefrorenes Holz werden; das dicke Eis weghacken, das von den Seiten her ins Wasserloch wächst und droht, den Durchmesser zu weniger als Wasserkanistergröße zu schrumpfen; spazieren zu gehen, ohne dass ich mir dabei die vor ein paar Wintern angefrorene Zehe noch weiter lädiere.
 
Und nach vier Tagen oder so beginne ich mit der gleichen Regelmäßigkeit über die Dinge zu grummeln, auf die ich mich kurz vorher noch gefreut habe. Es ist nicht mehr so toll, im 5°C „warmen“ Haus aufzuwachen. Das zeigt mir mal wieder, wie unsinnig Launen im Grunde sind – denn mit der eigentlichen Situation haben sie kaum etwas zu tun, vielmehr damit, wie wir damit umgehen.

Das Schreiben ist ein spaßiger Ausweg aus dem Hüttenkoller, eine kleine Reise in eine Fantasiewelt, die ich gestalten kann, wie ich will. Und so habe ich angenehme Wochen damit verbracht, Wörter in meinem Kopf herumzustoßen. Zu bloggen gab es kaum etwas, weshalb ich es auch gelassen habe. Aber hier zumindest ein paar visuelle Eindrücke, die hoffentlich für die mangelnden Beiträge entschädigen:



Dezemberspaziergang
Hochgedrücktes Eis imitiert die Berge
Mein Wasserloch mit Eisscherbensonnenuhr
Mein Studio hat Winterruhe, so muss ich nicht zwei Gebäude heizen

Warum macht man eigentlich bei schlechtem Wetter nie Fotos?
Am Morgengelb kann ich mich nie sattsehen