23.9.16

Abschied von der Wildnis

Nach tagelangem Kopfzerbrechen und unverständlichen Antworten auf vermutlich extrem dumme Fragen habe ich den Umzug meiner Webseite tatsächlich bewältigt – uff. Weil die deutsche Webseite der englischen untergegliedert ist, bleibt sie nun aus mir recht schleierhaften Gründen wohl nur zu finden, wenn man brav das „www“ vor der Webadresse eingibt. Also immer das gesamte Gedöns www.nicole.penarctica.com eintippen. Immerhin - so weit, so okay.

Ach ja, und aufgrund des Umzugs sind nicht lauter Beiträge verschüttgegangen; ich habe nur die Gelegenheit genutzt, lauter Dinge zu löschen, die ich nicht bis in alle Ewigkeit mit mir herumschleppen will. Ich liebe es, radikal auszumisten!

Die letzte Woche – eigentlich die letzten zwei Wochen – waren ein einziges Chaos. Weil unser altes Satelliteninternetmodem seit einiger Zeit aufmüpfte, haben wir ein neues angeschafft. Auf gut Deutsch: Mein Freund hat den Installateur und die ganzen Gerätschaften inklusive neuer Schüssel mit dem Boot hergeholt, und dann wurde es so stürmisch, dass der Installateur gezwungen war, bei uns zu nächtigen. Inzwischen hatte sich das alte Modem natürlich besonnen und funktionierte wieder (funktioniert immer noch!) hervorragend. Technik, sag ich nur …

Während ich für mein Volontariat bei der Wildtierhilfe gepackt, an den Webseiten gearbeitet und mich mit rätselhaften Dingen wie CNAMEs, alias roots und A-records rumgeschlagen habe (keine Ahnung, was das eigentlich alles ist), sowie die aktuelle Buchübersetzung ihrem Ende zugetrieben habe, hat Chris ein ganzes Gewächshaus voller Gurken abgeerntet und eingemacht. Dann ist natürlich auch noch Jagdsaison … und so kamen auch noch Elchfleisch schneiden und durch den Fleischwolf kurbeln mit dazu. Wir sind so dankbar für das Fleisch und gleichzeitig traurig, dass wir dem wunderschönen Tier sein Leben genommen haben.

Jetzt ist soweit alles organisiert. Nächste Woche fahre ich mit der Alaskafähre von Skagway nach Prince Rupert, und dann per Zug weiter nach Smithers, um mich um Wildtiere in Not zu kümmern, während mein Freund erstmalig den ganzen Winter allein verbringen wird. Falls er darüber bloggt (dann allerdings auf Englisch), lasse ich es euch wissen.

Für mich heißt es nun Abschied nehmen vom Wildnisleben ....

... der Blockhütte, dem See und den Bergen ...

... meinem süßen Stachelschwein …

... und meinem Sweetie. Folgt mir in die Welt verwaister Bärenjunge, Rehkitze, Elchkälber und anderer Tierkinder, die ohne das Northern Lights Wildlife Shelter kaum eine Chance zu überleben hätten.

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