27.8.17

Ich bin auch wieder ausgewildert

Inzwischen bin auch ich wieder ausgewildert und daheim angekommen. Nach den zehn Monaten in der Zivilisation kann ich nun gar nicht genug bekommen von der Wildnis, dem menschenleeren Norden und dem Lotterleben als Waldschrat.

Wandern im Chilkat Pass (Tatshenshini-Alsek Park)
Der Chilkat Pass an der Straße nach Haines, Alaska, hatte es mir im letzten Jahr so angetan, dass ich meine Rückkehr in den Norden unbedingt mit einer Wanderung zum Samuel Glacier feiern wollte. Chris war leicht zu überreden.
  Abgesehen von den Abermillionen Mücken, Fliegen und sonstigen Fluginsekten war es ein absoluter Traum.
Unser Camp verliert sich in der Größe der Landschaft:
Urgewaltige Berglandschaft, Gletscher und alpine Wildblumen ... die einzigen Tiere, die sich sehen ließen, waren Erdhörnchen und Murmeltiere.
Nach einem schönen Wiedersehen mit Freunden in Atlin habe ich mir einen Schlenker über den See gegönnt.
Am ersten Morgen schwamm ein Karibu direkt an meinem Camp vorbei:
Nachdem ich fast 20 Jahre mit einem uralten, schweren Paddel Kajak gefahren bin, habe ich mir nun ein federleichtes mit gebogenem Schaft gegönnt, das für alternde Arme leichter zu handhaben ist. Schick :)
Eine Woche daheim, und dann haben wir uns mit unserem Faltboot zu einem See bei uns "um die Ecke" aufgemacht.
Um an unser Ziel zu gelangen, galt es, zwei kleinere Seen zu überqueren ...
... und drei Portagen zu bewältigen:
Der Hund hat es natürlich wieder am besten, lässt sich von seinen Menschen durch die Gegend schippern und muss selbst auf den Portagen nichts tragen.
Der angepeilte See zeichnet sich durch viele kleine Inseln und türkises, grünes und auch normal blaues Wasser aus:
Ich hatte ja auf ein, zwei Elche gehofft, aber es blieb bei den Überresten eines Elchbullen, den vermutlich letzten Winter die Wölfe erlegt haben:
Als das Wetter umschlug, haben wir uns wieder auf den Weg nach Hause gemacht.











Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen