Rauchsignale


Lang, lang ist es her, dass ich hier etwas geschrieben habe - und der Titel dieses Beitrags ist auf mehr als eine Weise passend. Starker Wind hat einen Waldbrand, der seit Juli am Ende unseres Sees vor sich hin geschmort hat, in unsere Richtung getrieben. Da wir ja direkt am Wasser leben, besteht keine Gefahr für Leib und Leben, aber natürlich wäre es schlimm, all die geliebten Bäume und Büsche, die Wildwiesen oder Tiere verbrennen zu sehen.

Die Chance, dass das Feuer es dieses Jahr noch bis zu unserem Grundstück schafft, ist sehr niedrig, da bereits Herbst ist. Aber ein Gebäudeschutzspezialist kam trotzdem angeflogen und hat sich die nötigen Informationen notiert, wie viele Sprenkler, Pumpen und Meter Schläuche gebraucht würden, falls der Brand es schaffen sollte, noch vor unseren diversen Türen aufzutauchen.




Die Waldbrandbekämpfer brannten dem Feuer schließlich eine Schneise in den Weg, um ihm den Zunder zu rauben. Diese recht gewagte Tat in Kombination mit Wind aus der andern Richtung und schön viel Regen hat den Waldbrand nun so ziemlich gelöscht, auch wenn er sich ab und zu noch mal mit einer Rauchwolke bemerkbar macht.

Es ist ein heißer, aber nicht zu trockener Sommer der äußerst geschäftigen Art gewesen, und es kommt mir vor, als hätte ich die ganze Zeit vor meinem Laptop gesessen, um meinen Roman fertigzuschreiben. Ganz unzusammenhängend damit ist mir gerade aufgefallen, dass ich diesen Monat mein 21-jähriges Jubiläum des Lebens ohne Telefon- oder Stromanschluss und ohne fließend Wasser feiere - nicht weiter spektakulär, immer noch schön und nicht bemerkenswert, aber mir war trotzdem nach diesem kleinen Trinkspruch zumute. Ich stoße mit ungefiltertem Seewasser darauf an!

Ich habe die Beiträge unten zurückdatiert, damit ich zumindest den Anschein einer chronologischen Ordnung bewahre. Entschuldigt die lange Sendepause. Es wird wohl nicht die einzige bleiben. Ich möchte den Blog thematisch weiterhin darauf konzentrieren, wie es sich ohne Straßenanschluss in der Wildnis lebt, und nicht darauf, was ich sonst so mache. Während ich also Zeit mit nicht jünger werdenen Angehörigen verbringe, Wildtier-Reha-Kurse belege und wieder mit Wildtieren arbeite, sowie nochmal nach Arizona fahre, um - hoffentlich! - diesmal den Arizona Trail von Anfang bis Ende durchzuwandern, werde ich nichts posten. Obwohl ... vielleicht hie und da etwas über die Arbeit mit Wildtieren. Wir werden sehen!


Aber vorerst vielen lieben Dank an euch fürs Dabeisein und Lesen :)

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